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Baubericht 7 – Allgemeines

Seit Januar 2013 arbeiten unsere Schreiner, Modellbauer und Elektroniker an der neuen Anlage für die Gruga in Essen. Jetzt nach gut 3 Monaten erkennt man schon einen deutlichen Fortschritt bei OKtoRail. Das Grundgestell steht und viele der Schienen wurden schon verlegt.  Der Bereich Hattingen und Rheinlandschaft wurde bereits komplett elektrifiziert und programmiert. Hier ist der Fahrbetrieb schon im vollen Gange und  es kann ausführlich getestet werden. Das Programm und die Streckenführung ermöglichen einen sehr vielseitigen Zugbetrieb. Durch die sorgfältig gebaute Unterkonstruktion und die grosszügig gestalteten Gleisradien haben wir überhaupt keine Entgleisungen bei den Testzügen.

Im Innenbereich sind unsere Schreiner dabei, die Trassen für die Schienen zu montieren. Dies ist für den Bereich Ruhrgebiet, in der Epoche III und IV,  vor kurzen abgeschlossen worden. Dort sind unsere Modellbauer bereits dabei, mit Styrodur, die Landschaftsstruktur zu modellieren, um die gesamte Grundstruktur abschließen zu können.

In dem Bereich des Ruhrgebietes, welches in der Epoche III wiedergegeben wird, laufen verschiedene Bahntrassen. Da ist zum einen die zweigleisige Hauptbahn, aus welcher im Bereich des ersten Bahnhofs eine zweigleisige Güterbahn ausschert. Die Güterzüge werden dort abgezweigt und durchfahren eine kleinen Rangierbahnhof im Bereich der Kokerei um dann separat in einem Schattenbahnhof im vorderen Anlagenteil zu wenden und sich auszutauschen.

Des weitern wird es die separate Trasse eine Werksanschlussbahn geben, die den kleinen Erzhafen am Beginn der Anlage mit der Zeche, der Kokerei, dem Hochofen und dem Stahlwerk verbindet. Zwischen dieser Werksbahn und der Güterbahn wird ein kleines BW liegen.

Und natürlich, wie in den Medien bereits zu lesen war, wird es vom Beginn der Anlage an unsere sogenannte Epochenbahn ( das ist erst einmal unsere interne Bezeichnung ) geben. Ein Güterzug mit Fals Wagen beginnt gleich am Anfang der Anlage eine komplette Rundfahrt um Oktorail. Dieser ist mit Dampflok und Erz III D Wagen bestückt und immer an den Stellen, an denen ein nächster, modernerer Anlagenabschnitt kommt fährt dieser Zug in einen ganz kurzen Tunnelabschnitt und verjüngt sich von der Epoche ebenfalls. Die Dampflok wird zur E 40 erst in grün, später in türkis/ beige und dann in neurot, ebenso verjüngen sich die Güterwagen. Es bleibt aber immer ein Kohlezug mit gleicher Wagenzahl. Das macht eine ausgeklügelte Gleisführung notwendig, die in der unteren Ebene der Anlage angesiedelt ist.

In der letzten Woche kam öfters die Frage nach dem Schienenmaterial und der verwendeten Technik.

Wir haben uns für das Wechselstromsystem entschieden, weil die Erfahrungen mit der MWO in der Vergangenheit ein wesentliches Problem des Gleichstrombetriebes aufgezeigt haben: Bei einer Publikumsanlage entsteht eine enorm höhere Staubentwicklung in den Räumlichkeiten. Eine Gleichstromlok kann den Fahrstrom aber nur über die Radsätze aufnehmen, was bei geringsten Schienenverunreinigungen den Stillstand der Lok zur Folge hatte. Also hatten wir die Züge komplett durchgeschleift und jeden Wagen mit einer Stromaufnahme versehen. Damit war das Problem weitestgehend gelöst, aus bautechnischen Gründen liessen sich viele Güterwagen so aber nicht umrüsten. Das war einer der Gründe, warum in der MWO verhältnismässig viele Personenzüge fuhren. Das wollen wir jetzt vermeiden und die Erfahrungen vom Fahrbetrieb des Deutschlandexpress versprechen bei Wechselstrom einen deutlich sichereren Fahrbetrieb. Aus diesen Gründen haben wir uns auch für das Märklin C Gleis entschieden, welches vom Fahrbetrieb gegenüber dem K Gleis vorteilhafter ist. Die Bedenken, man könne mit dem C Gleis keine grosszügige Streckenführung realisieren, werden wir ausräumen. Wir verwenden auf den Haupttrassen ausschliesslich schanke Weichen und im kompletten sichtbaren Bereich sind alle Kurven aus der Schiene 24912, das ist der Gegenbogen zur schlanken Weiche, gestaltet. Auch langgezogene Parallelkurven haben wir so hinbekommen, ein sogenanntes Flexgleis haben wir bisher nicht vermisst. Aber ein paar schöne Spezialkonstruktionen haben wir ebenfalls, so werden wir im Industriebereich vorraussichtlich eine C Gleis Hosenträgerkonstruktion einbauen. Diese ist momentan noch in der Testphase.

Natürlich haben wir auch einige C Schienen, insbesondere in den Weichenstrassen der Bahnhöfe, verändert, da bautechnisch nicht immer die herstellerseitig vorgesehene Schienenkonfiguration verwendet werden konnte. Gerne geben wir dazu den Interessierten weitere Auskünfte.

Wir möchten nochmal auf unsere Baubesichtigung am 04.04.2013aufmerksam machen, ab 17 Uhr können sich interessierte Modellbahner vor Ort umschauen und uns natürlich auch Anregungen oder Kritiken mitteilen, worüber wir uns sehr freuen. Weitere Informationen bekommen Sie, wenn Sie sich bei unseren Newsletter anmelden.

Zum Abschluss noch ein paar Impressionen von der Anlage.